LITERATUR

Abgeschlossene Projekte

Untersuchungen zur Eignung der Gastrin- und Pepsinogenkonzentrationen im Blut von Neuweltkamelen zur Diagnostik von Endoparasiten

Gastrin und Pepsinogen sind zwei Substanzen, die in den Verdauungsorganen Magen und Darm vielfältige Funktionen haben. Diese beiden Stoffe wirken weitestgehend lokal und erscheinen nicht oder nur in geringen Konzentrationen im peripheren Blut. Es ist bei einigen Tierarten gezeigt worden, dass erhöhte Konzentrationen auf Störungen hinweisen. So ist zum Beispiel beim Schaf gezeigt worden, dass erhöhte Konzentrationen durch Parasiten im Magendarmtrakt hervorgerufen werden. Für Neuweltkamele liegen bisher keine Daten sowohl zu den physiologischen Bereichen als auch zu pathologischen Abweichungen vor. Mit der Studie soll ein Zusammenhang zwischen der Art und dem Grad der Endoparasitose und daraus resultierenden Veränderungen in der Magen -und Darmschleimhaut hergestellt werden. Als Grundlage dazu soll ein Vorschlag für mögliche Referenzbereiche für Gastrin und Pepsinogen bei Lamas und Alpakas unterschiedlichen Geschlechts und Alters gemacht werden.


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Epidemiologische Studie über Neospora caninum und Toxoplasma gondii Infektionen bei Neuweltkameliden

Toxoplasma gondii und Neospora caninum sind weltweit verbreitete Protozoen, welche Aborte und kongenitale Infektionen bei Wiederkäuern verursachen. Während T. gondii eine hohe Bedeutung als Aborterreger bei Kleinwiederkäuern hat, stellt N. caninum einer der wichtigsten Aborterreger beim Rind dar. Infektionen mit beiden Erregern wurden bei zahlreichen Haus- und Wildtierarten beschrieben mit unterschiedlicher klinischer Bedeutung bei den jeweiligen Tierarten. Zu erwähnen ist, dass die Toxoplasmose eine Zoonose ist, die schwerwiegende Erkrankungen bei Infektionen in utero oder bei immunsupprimierten Patienten hervorrufen kann. Über die Bedeutung der Toxoplasmose und der Neosporose bei Neuweltkameliden ist wenig bekannt. Einzelne serologische Studien haben gezeigt, dass N. caninum und T. gondii Infektionen vorkommen und dass N. caninum als Abortursache in Peru bestätigt wurde. Die Epidemiologische Situation beider Parasiten bei Neuweltkameliden in Europa, ihre Bedeutung als Aborterreger bei diesen Tierarten und die Rolle von mit T. gondii infiziertes Fleisch als Infektionsquelle für den Menschen wurden bis anhin kaum erforscht. Für eine aktuelle Prävalenzschätzung wird eine schweizweite Zufallsstichprobe gezogen, um Informationen über Verbreitung und Bedeutung von N. caninum und T. gondii Infektionen bei Neuweltkameliden zu erhalten.


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