Projekte & Preise

PROJEKTE & PREISE

Jahr 2018 - wir stehen ganz am Anfang und die ersten Projekte sind in der Evaluierungsphase.

Laufende Projekte

Untersuchungen zur Eignung der Gastrin- und Pepsinogenkonzentrationen im Blut von Neuweltkamelen zur Diagnostik von Endoparasiten

Gastrin und Pepsinogen sind zwei Substanzen, die in den Verdauungsorganen Magen und Darm vielfältige Funktionen haben. Diese beiden Stoffe wirken weitestgehend lokal und erscheinen nicht oder nur in geringen Konzentrationen im peripheren Blut. Es ist bei einigen Tierarten gezeigt worden, dass erhöhte Konzentrationen auf Störungen hinweisen. So ist zum Beispiel beim Schaf gezeigt worden, dass erhöhte Konzentrationen durch Parasiten im Magendarmtrakt hervorgerufen werden. Für Neuweltkamele liegen bisher keine Daten sowohl zu den physiologischen Bereichen als auch zu pathologischen Abweichungen vor. Mit der Studie soll ein Zusammenhang zwischen der Art und dem Grad der Endoparasitose und daraus resultierenden Veränderungen in der Magen -und Darmschleimhaut hergestellt werden. Als Grundlage dazu soll ein Vorschlag für mögliche Referenzbereiche für Gastrin und Pepsinogen bei Lamas und Alpakas unterschiedlichen Geschlechts und Alters gemacht werden.

Epidemiologische Studie über Neospora caninum und Toxoplasma gondii Infektionen bei Neuweltkameliden

Toxoplasma gondii und Neospora caninum sind weltweit verbreitete Protozoen, welche Aborte und kongenitale Infektionen bei Wiederkäuern verursachen. Während T. gondii eine hohe Bedeutung als Aborterreger bei Kleinwiederkäuern hat, stellt N. caninum einer der wichtigsten Aborterreger beim Rind dar. Infektionen mit beiden Erregern wurden bei zahlreichen Haus- und Wildtierarten beschrieben mit unterschiedlicher klinischer Bedeutung bei den jeweiligen Tierarten. Zu erwähnen ist, dass die Toxoplasmose eine Zoonose ist, die schwerwiegende Erkrankungen bei Infektionen in utero oder bei immunsupprimierten Patienten hervorrufen kann. Über die Bedeutung der Toxoplasmose und der Neosporose bei Neuweltkameliden ist wenig bekannt. Einzelne serologische Studien haben gezeigt, dass N. caninum und T. gondii Infektionen vorkommen und dass N. caninum als Abortursache in Peru bestätigt wurde. Die Epidemiologische Situation beider Parasiten bei Neuweltkameliden in Europa, ihre Bedeutung als Aborterreger bei diesen Tierarten und die Rolle von mit T. gondii infiziertes Fleisch als Infektionsquelle für den Menschen wurden bis anhin kaum erforscht. Für eine aktuelle Prävalenzschätzung wird eine schweizweite Zufallsstichprobe gezogen, um Informationen über Verbreitung und Bedeutung von N. caninum und T. gondii Infektionen bei Neuweltkameliden zu erhalten.


Einstieg in die molekulare Analyse gesundheitlich und züchterisch relevanter Merkmale beim Alpaka am Beispiel von Vliestyp- und Fellfarben-Varianten

Ziel des Projektes ist es zum einen, eine Übersicht zum Vorkommen von mit Fellfarben und Vlieseigenschaften zusammenhängenden Besonderheiten oder Defekten in der Alpakapopulation des deutschsprachigen Raums zu gewinnen. Zum anderen sollen die aktuellen Möglichkeiten der Identifizierung von Genvarianten, die solchen möglicherweise vererbten Besonderheiten oder Defekten zugrunde liegen, für das Alpaka eruiert und verbessert werden. Hierzu werden molekulargenetische Methoden wie die Gesamtgenomsequenzierung oder die SNP-Chip-Genotypisierung zur beispielhaften Identifizierung von Genvarianten mit Einfluss auf den Vliestyp und auf Fellfarben angewendet werden. Die gewonnenen Populations- und molekulargenetischen Daten sowie die von ausgewählten Alpakas gesammelten Proben sollen auch potenziellen Folgeprojekten zur Aufklärung und anschließenden Bekämpfung von genetisch bedingten Anomalien und Krankheiten beim Alpaka dienen.

Projektvorschläge

Wir würden uns freuen, wenn aus den Reihen der Lama- und Alpakahalter, der Tierärzte und allen anderen interessierten Personen Projektvorschläge gemacht werden.

Alle Vorschläge können auf Wunsch hier veröffentlicht werden. Projektvorschläge können jederzeit eingereicht werden.

Vergabe von „Lydia und Konrad Kraft Preisen“

In der Förderperiode 2018/19 werden Gelder bereitgestellt. Um das Interesse an den Fördermöglichkeiten zu wecken, hat die Mitgliederversammlung beschlossen einen „Lydia und Konrad Kraft Preis“ in Höhe von 1500€ für Doktorarbeiten die in den letzten drei Jahren (2016-2018) fertiggestellt wurden und einen „Lydia und Konrad Kraft Nachwuchspreis“ in Höhe von 500€ für

Dipl.-, BSc-, oder MSc-Arbeiten zu vergeben, die in den Jahren 2016-2018 veröffentlicht wurden.

Der Bewerbungsschluss für die Preise ist der 30.04.2019 .

Die Preise werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung überreicht.